Dun & Bradstreet

Dun & Bradstreet beschleunigt Compliance- und Drittanbieter-Risikoprozesse mit agentischer KI von Tagen auf Sekunden

Dun & Bradstreet hat heute neue agentische KI-Funktionen vorgestellt, die direkt in Compliance-Workflows eingebunden sind. Sie unterstützen Unternehmen unabhängig von ihrer bisherigen KI-Reife dabei, Bearbeitungszeiten um 70 bis 90 Prozent zu verkürzen und Risikomanagement stärker als geschäftlichen Enabler zu nutzen. Die Funktionen sind ab sofort in der D&B Risk Analytics-Plattform verfügbar und lassen sich über den Model Context Protocol (MCP)-Server vollständig agentisch nutzen. Unternehmen können damit verifizierte D&B-Daten, Modelle und Workflows direkt in KI-Assistenten und eigene Agenten integrieren und so Onboarding-, Screening- und Due-Diligence-Prozesse deutlich beschleunigen.

„Regulatorische Anforderungen werden komplexer und entwickeln sich immer schneller. Gleichzeitig finden böswillige Akteure laufend neue Wege, Unternehmen auszunutzen. Compliance-Teams stehen deshalb an einem Wendepunkt“, sagt Alex Zuck, General Manager Risk bei Dun & Bradstreet. „Der bisherige Ansatz, zusätzliche Investitionen in fragmentierte Software, Daten und Dienstleistungen zu lenken, reicht nicht mehr aus – auch weil die dafür benötigten Fachkräfte schwerer denn je zu gewinnen und zu halten sind. KI wurde vielerorts als Allheilmittel präsentiert. In der Praxis fehlten Unternehmen jedoch häufig die verifizierten Daten und der operative Kontext, um KI belastbar einzusetzen. Genau das ändert sich jetzt.“

Die D&B Risk Analytics-Plattform basiert auf jahrzehntelanger Fachkompetenz, die in Daten, Modellen und Software abgebildet ist. Sie unterstützt Unternehmen dabei, KYC- und KYB-Compliance kontinuierlich zu überwachen und Entscheidungen auf Basis verifizierter Geschäftsdaten aus dem D&B Commercial Graph zu treffen. Durch die Integration eingebetteter KI und MCP wird die Plattform nun über klassische Risikoanalysen hinaus erweitert: hin zur agentischen Ausführung von Onboarding, Screening, Due Diligence und laufender Überwachung.

„Traditionelles KYB-Onboarding dauert oft mehrere Tage, manchmal sogar Wochen. Selbst Aufgaben wie die Ermittlung des wirtschaftlich Berechtigten eines Unternehmens erfordern heute häufig das Durchsuchen verschiedener Register, die Prüfung von Dokumenten und das manuelle Zusammenführen von Eigentumsstrukturen“, so Zuck. „Dun & Bradstreet kann diesen Prozess nun innerhalb von Sekunden unterstützen und die Ergebnisse direkt in die Onboarding-Workflows der Kunden einbinden – ohne manuelle Zwischenschritte.“

Wenn KI direkt in bestehende Workflows eingebettet ist, können Compliance-Teams fragmentierte und manuelle Prozesse durch effizientere, konsistentere Abläufe ersetzen. Gleichzeitig bleiben Richtlinienkonformität, Nachvollziehbarkeit und Kontrolle in einem zunehmend komplexen globalen Handelsumfeld erhalten. Routineaufgaben wie die Identifizierung von Unternehmen, die Priorisierung von Screenings oder die Bearbeitung von Fehlalarmen lassen sich transparent automatisieren. Teams können sich dadurch stärker auf jene Entscheidungen konzentrieren, bei denen menschliche Expertise den grössten Mehrwert schafft.

Erste Ergebnisse im Vergleich zu Branchenbenchmarks zeigen deutliche Verbesserungen der operativen Effizienz, darunter:

  • bis zu 20-mal höhere Wiederholungskapazität
  • 70 bis 96 Prozent kürzere Bearbeitungszeiten
  • 50 bis 90 Prozent weniger falsch-positive Ergebnisse
  • bis zu 700 Prozent schnellere Auflösung von Fehlalarmen

Die neuen Funktionen helfen Compliance-Teams, einheitliche Standards anzuwenden, Risiken gezielter zu priorisieren und Ressourcen dort einzusetzen, wo sie am dringendsten benötigt werden. Gleichzeitig senken sie die Einstiegshürden für Unternehmen, die Compliance-Prozesse bislang nur mit begrenzten personellen und technischen Ressourcen abbilden konnten.

„Begrenzte Ressourcen halten kleine und mittelständische Unternehmen oft davon ab, umfassendere Compliance-Programme aufzubauen“, sagt Patrick Reymann, Research Director for Procurement Applications and Agents bei IDC. „Die Automatisierung von Workflows, mit denen Risikoereignisse erkannt werden, eröffnet eine grosse Chance, Compliance-Prozesse breiter zugänglich zu machen. Ich glaube, genau danach besteht bei kleineren Unternehmen eine sehr hohe Nachfrage.“

Zuck betont, dass Kundenfeedback eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der neuen KI-Funktionen gespielt hat: „Wir haben mit Kunden unterschiedlicher Grösse und mit sehr unterschiedlichen Reifegraden ihrer Programme gesprochen und zusammengearbeitet. Im Zentrum stand dabei immer dieselbe Herausforderung: Unternehmen brauchen eine bessere Möglichkeit, zuverlässig zu verstehen, mit wem sie Geschäfte machen.“

Die Funktionen sind ab sofort in der D&B Risk Analytics-Plattform für Compliance Intelligence und Supplier Intelligence sowie über die MCP-Integration in Anthropics Claude verfügbar. Weitere Integrationen mit führenden KI-Plattformen sind geplant, darunter Microsoft Copilot und Google-Ökosysteme.

Teilen Sie diesen Artikel mit Ihrem Netzwerk

Helfen Sie Ihrem Netzwerk neues Wissen zu entdecken