STUDIE
Viele Unternehmen kämpfen mit fragmentierten Kunden‑ und Lieferantendaten. Isolierte Systeme, doppelte Datensätze und manuelle Prozesse führen nicht nur zu Ineffizienzen, sondern auch zu verpassten Umsatzchancen, höheren operativen Kosten und erhöhten Risiken. Eine einheitliche Datenbasis sowie eine klare Data‑Governance‑Strategie sind heute daher ein entscheidender Erfolgsfaktor.
Die aktuelle Total Economic Impact™ (TEI)‑Studie von Forrester Consulting, im Auftrag von Dun & Bradstreet, belegt den messbaren wirtschaftlichen Nutzen eines professionellen Datenmanagements. Untersucht wurde ein Unternehmen aus der Baustoff‑ und Fertigungsindustrie, das Datenmanagement‑Lösungen von Dun & Bradstreet einsetzt, um seine Kunden‑ und Lieferantendaten zu vereinheitlichen und zu verbessern.
Das Ergebnis: Laut dem Forrester‑Bewertungsmodell erzielte das Unternehmen über einen Zeitraum von drei Jahren einen Net Present Value (NPV) von 11,8 Mio. US‑Dollar sowie einen ROI von 208 %. Die Studie zeigt, welche Faktoren zu diesen Ergebnissen beigetragen haben – von höherer Datenqualität über effizientere Prozesse bis hin zu besseren, datenbasierten Geschäftsentscheidungen.
Bevor das in der Studie betrachtete Unternehmen die Lösungen von Dun & Bradstreet einsetzte, stand es vor einer enormen Herausforderung. Jahrzehntelange Übernahmen hatten zu einer stark fragmentierten IT‑Landschaft geführt. Mehr als 1,2 Millionen eindeutige Datensätze waren auf fünf verschiedene CRM‑Systeme verteilt, und die Teams waren auf manuelle Prozesse angewiesen, um Daten abzugleichen.
Diese Datensilos – gemeint sind Informationen, die in einzelnen Abteilungen, Systemen oder Anwendungen isoliert vorliegen – stellten ein erhebliches Hindernis für die strategische Planung dar. Allein das Bereinigen und Abgleichen von Datensätzen über wenige Standorte hinweg konnte mehrere Monate in Anspruch nehmen.
Das daraus resultierende Datenchaos beeinträchtigte jedoch weit mehr als nur Geschwindigkeit und Komfort. Es schränkte die Fähigkeit des Unternehmens ein, Cross‑Selling‑Potenziale zu erkennen sowie Lieferanten‑ und Compliance‑Risiken wirksam zu steuern. In der Praxis fehlte dem Unternehmen ein klares Gesamtbild seiner Kunden‑ und Lieferantenbeziehungen – was das Wachstum hemmte und die Anfälligkeit für vermeidbare Risiken deutlich erhöhte.
Mit der Einführung der Datenmanagement‑Lösungen von Dun & Bradstreet gelang dem Unternehmen der entscheidende Wendepunkt: der Schritt von fragmentierten Daten zu einer konsolidierten, vertrauenswürdigen Datenbasis.
Durch den Einsatz der D‑U‑N‑S® Nummer als eindeutigen Unternehmensidentifikator konnte der Kunden‑ und Lieferantenstamm signifikant bereinigt werden. Die Anzahl der Kontodatensätze wurde von 500.000 auf 130.000 aktive, eindeutig identifizierte Einheiten reduziert. Diese Konsolidierung beschleunigte die Zusammenführung der CRM‑Systeme, schuf eine einheitliche Sicht auf Kunden‑ und Lieferantenbeziehungen und verbesserte die Verhandlungsposition gegenüber Geschäftspartnern nachhaltig.
Mit sauberen, angereicherten Daten als Grundlage wurden strategische Business‑Reviews deutlich fundierter und faktenbasiert. Go‑to‑Market‑Strategien konnten klarer priorisiert, Zielgruppen präziser angesprochen und Ressourcen gezielter eingesetzt werden.
Auch die Kundenansprache verbesserte sich spürbar: Teams erhielten einen ganzheitlichen Überblick über Geschäftsbeziehungen und konnten Entscheidungen schneller und mit größerer Sicherheit treffen. Darüber hinaus nutzte das Unternehmen die neue Datenbasis gezielt für KI‑Initiativen und Advanced Analytics. Was zuvor ein unübersichtliches Datenchaos war, entwickelte sich zu einer stabilen Grundlage für Innovation, datengetriebene Prozesse und nachhaltiges Unternehmenswachstum.
Die finanziellen Effekte der Datentransformation sind eindeutig. Über einen Zeitraum von drei Jahren erzielte das Unternehmen 17,5 Mio. US‑Dollar Nutzen bei 5,7 Mio. US‑Dollar Investitionskosten – das entspricht einem Return on Investment (ROI) von 208 %. Die erzielten Effekte verstärkten sich über mehrere Bereiche hinweg und wirkten langfristig zusammen.
Über die quantifizierbaren Vorteile hinaus gewann das Unternehmen wertvolle Erkenntnisse, die die Prioritäten auf Führungsebene grundlegend veränderten. So wurde deutlich, dass 50 % des Umsatzes von lediglich 4.500 Kunden stammen. Diese Transparenz veränderte die Ressourcenallokation nachhaltig und führte zu einer gezielteren Ansprache auf mehreren Ebenen der Kundenorganisationen – einschließlich der Executive‑Ebene.
Gleichzeitig verbesserte sich die bereichsübergreifende Zusammenarbeit deutlich, da Vertrieb, Customer Success und Einkauf auf einer einheitlichen Kundensicht arbeiteten.
Die Qualität und Struktur der Daten beschleunigten zudem die Einführung von KI‑gestützten Analysen erheblich und trieben den Reifegrad der Analytics‑Fähigkeiten in kurzer Zeit deutlich voran.
Die Transformation erforderte gezielte Investitionen. Über einen Zeitraum von drei Jahren investierte das Unternehmen 3,4 Millionen US$ in Professional Services und Lizenzen sowie 2,3 Millionen US$ in interne Implementierung und operative Aufwände. Diese Kosten umfassten unter anderem die Lösungsarchitektur, die Bewertung der Datenqualität, die Erstellung eines Golden Records, die Integration mit unternehmensweiten Datenplattformen und Middleware sowie den laufenden Zugriff auf die Datenmanagement‑Plattform.
Intern investierten die Teams Zeit in Systemintegration, Datenqualität, CRM‑Konsolidierung, Prozessharmonisierung, Change Management und Anwenderschulungen. Die gezielte Allokation dieser Ressourcen schuf eine nachhaltige Basis für effizientere Prozesse, saubere Workflows und bessere Ergebnisse im gesamten Unternehmen.
Daten treiben Entscheidungen – doch viele Unternehmen haben Schwierigkeiten, ihren Daten zu vertrauen oder sie effektiv zu nutzen. Die Ergebnisse der Forrester TEI Studie zeigen, dass Investitionen in Datenmanagement messbare finanzielle Erträge liefern, Risiken reduzieren und die operative Resilienz stärken.
Saubere, konsolidierte Daten unterstützen die CRM‑Konsolidierung, verbessern Lieferantenverhandlungen, ermöglichen eine präzisere Vertriebsplanung und bilden die Grundlage für KI‑Initiativen, die auf qualitativ hochwertige Daten angewiesen sind. Wenn Teams mit einer einheitlichen Sicht auf Kunden und Lieferanten arbeiten, verbessert sich die Zusammenarbeit – und Führungskräfte können fundierte Entscheidungen mit größerer Sicherheit treffen.
Dieser Überblick fasst die zentralen Ergebnisse und Kernaussagen der Forrester TEI Studie zusammen. Die vollständige Studie geht deutlich tiefer auf Methodik, Risikoanpassungen und Szenario‑Modellierungen ein. Wenn Sie eine Business‑Case‑Bewertung oder eine Roadmap für Ihre Datenmodernisierung entwickeln, liefern die Detailanalysen wertvolle Orientierung zur Abschätzung des Potenzials für Ihr eigenes Unternehmen.
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