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Mehr Unternehmensinsolvenzen in der DACH-Region

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Dun & Bradstreet hat die Insolvenzen und Neugründungen in den ersten drei Quartalen 2022 in Deutschland, Österreich und der Schweiz untersucht. Die Unternehmensinsolvenzen sind in den ersten neun Monaten deutlich gestiegen während zeitgleich die Neugründungen abnahmen.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in der DACH-Region ist in den ersten drei Quartalen 2022 deutlich gestiegen. In Österreich meldeten 51 Prozent mehr Unternehmen Konkurs an, in der Schweiz waren es 23 Prozent und in Deutschland vier Prozent.

Besorgniserregend ist auch der abnehmende Gründergeist. In allen drei DACH-Ländern wurden in den ersten neun Monaten weniger Unternehmen gegründet als im Vorjahr.

Insolvenzen

In Deutschland, Österreich und der Schweiz stiegen die Insolvenzen. Allerdings ist das Bild differenziert. Deutschland steht in diesem Jahr mit einem Plus von vier Prozent deutlich besser da als die Schweiz mit einem Plus von 23 Prozent und Österreich mit einer signifikanten Zunahme von 51 Prozent.

In Deutschland stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in zwölf Bundesländern an, vor allem Rheinland-Pfalz, Sachsen und Brandenburg zeigen einen starken Anstieg, während im Saarland, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen die Konkurse zurückgingen.

1.692 Unternehmen mussten in den vergangenen drei Quartalen 2022 in Österreich Insolvenz anmelden. Am stärksten war die Zunahme der Insolvenzen in Vorarlberg (+106%), Oberösterreich (+79%) und dem Burgenland (+63%).

In der Schweiz war der Anstieg der Insolvenzen am stärksten in Zürich (+42%), gefolgt von der Zentralschweiz (+32%) und Espace Mittelland (+26%).

Unternehmensinsolvenzen DACH Q3 2022

Neugründungen

In Summe gab es in der DACH-Region weniger Neugründungen. Deutschland verzeichnet elf Prozent weniger Gründungen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nur rund 85.000 neue Unternehmen wurden eingetragen. Die Regionen Schleswig-Holstein (-21%), Berlin (-20%) und das Saarland (-15%) verzeichneten den höchsten Rückgang.

In der Schweiz gab es insgesamt 37.077 Neugründungen. Das ist mit 2 Prozent der niedrigste Rückgang in DACH. In zwei Regionen nahmen die Gründungen sogar zu. Im Tessin stiegen diese um 1 Prozent und in Zürich um ganze 3 Prozent an.
Auch in Österreich ist der Gründergeist im Jahr 2022 gebremst. So gab es im Vergleich zum Vorjahr fünf Prozent weniger Neugründungen. Das macht in Summe 923 weniger neu gegründete Firmen als noch 2021.

Unternehmensgründungen DACH Q3 2022

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