Gemäß der aktuellen Analyse von Dun & Bradstreet stehen 13,8 Prozent der deutschen KMU vor einer offenen Nachfolgeregelung. Insgesamt sind 272.456 registerlich eingetragene Unternehmen betroffen. Besonders viele Nachfolgeunternehmen gibt es im Saarland (16,1 Prozent), in Rheinland-Pfalz (15,5 Prozent) sowie in Baden-Württemberg (15,1 Prozent). Die Analyse nach Unternehmensgröße zeigt, dass Nachfolgeprobleme vor allem kleinere Unternehmen mit 1–49 Beschäftigten betreffen, während größere Unternehmen mit 50–249 Mitarbeitenden seltener damit konfrontiert sind. Besonders betroffen sind Branchen wie der Einzelhandel (19,2 Prozent) und der Finanzsektor (19,0 Prozent), während die Informatikbranche (7,5 Prozent) und das Versorgungswesen (8,5 Prozent) vergleichsweise geringe Probleme damit haben. Einzelfirmen stehen vor den größten Herausforderungen, hier haben 32 Prozent eine offene Nachfolge. Aktiengesellschaften hingegen sind mit 9,8 Prozent am wenigsten betroffen. Die Studie betont die Wichtigkeit einer frühzeitigen Nachfolgeplanung, um chaotische Übergaben und Unternehmensinsolvenzen zu vermeiden. Dun & Bradstreet bietet Listen von Unternehmen mit einer offenen Nachfolge an, um potenziellen Nachfolgern gezielt Investitionsmöglichkeiten aufzuzeigen.