Dun & Bradstreet

Ist die Compliance-Automatisierung endlich weit genug entwickelt?

Seit mehr als einem Jahrzehnt wird über die Automatisierung der Compliance gesprochen. Das Versprechen, das Screening und Onboarding von Geschäftspartnern und Lieferanten zu automatisieren, kombiniert mit einer durchgängigen Compliance-Überwachung, wird weithin als die Lösung für die ständig wachsenden AML- und KYC-Anforderungen angesehen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Für Unternehmen kann eine Automatisierung die Kosten für die Einhaltung von Vorschriften und den Arbeitsaufwand deutlich reduzieren. In unserem Leitfaden Perpetual KYC haben wir gezeigt, dass Unternehmen ihre Kosten und ihren Arbeitsaufwand im Vergleich zu manuellen Prozessen um über 80 Prozent reduzieren können. Für Compliance-Experten bedeutet dies, dass sie weniger Zeit für frustrierende manuelle Aufgaben aufwenden müssen und mehr Zeit haben, sich auf proaktives Risikomanagement und strategische Themen zu konzentrieren. Doch trotz all dieser Vorteile zögern viele Unternehmen noch, die Automatisierung zu nutzen. In diesem Artikel sehen wir uns an, was sich in der Welt der Compliance-Automatisierung geändert hat und warum es an der Zeit sein könnte, einen neuen Blick darauf zu werfen.

 

Technologie ist nicht mehr das Problem

Im Wesentlichen beinhaltet die Automatisierung der Compliance einen umfassend konfigurierbaren Algorithmus, der Partner überprüft, um das Risiko anhand der von Ihnen definierten Kriterien zu bewerten. Er bestimmt dann, welche Partner sicher sind und direkt eingebunden werden können, und markiert diejenigen, bei denen weitere Prüfungen notwendig sind. Dafür sind zwei Dinge erforderlich: eine Cloud-basierte Risiko-Engine und eine Fülle von genauen und aktuellen Daten. In der Vergangenheit war die Technologie, mit der die Risiko-Engines betrieben wurden, eher hinderlich, während die Digitalisierung die Erwartungen übertraf. Um eine Echtzeitbewertung durchführen zu können, war zunächst eine Cloud-Infrastruktur nötig, die schnell und reaktionsschnell genug ist, um Bewertungsplattformen zu betreiben. Diese wiederum erfordern Cloud-basierte Datenplattformen, die riesige Datenmengen in Millisekunden verfügbar machen können. Die gute Nachricht ist, dass wir jetzt an einem Punkt sind, an dem sich Digitalisierung, Cloud Computing und Datentechnologie so weit angenähert haben, dass die Compliance-Automatisierung in Echtzeit zu einem überzeugenden Konzept geworden ist. (Sollten Sie in letzter Zeit noch keine der automatisierten Risiko-Engines der neuen Generation getestet haben, wäre das jetzt eine Empfehlung!)

 

KI wird bald die Authentizität von Daten in den Blick nehmen

Es liegt auf der Hand, dass eine automatisierte Risiko-Engine nur so gut sein kann wie die Daten, die ihr zur Analyse zur Verfügung stehen. Dies gilt ganz besonders, da die Welt in Bezug auf KI-generierte Daten und synthetische Wahrheit auf unbekanntem Terrain unterwegs ist. Es wird immer wichtiger zu verstehen, woher Ihre Daten stammen und ob Sie ihnen wirklich vertrauen können. Für Compliance-Experten ist dies eine Gratwanderung. Es schafft zudem Grauzonen, die zu einer der größten Frustrationen für Compliance-Experten führen können: die gefürchteten false positive Meldungen.

 

False positive Ergebnisse sind eine Frage der Genauigkeit

Frühere Versuche, die Compliance zu automatisieren, scheiterten an der großen Anzahl an false positiven Ergebnissen. Unausgereifte oder nicht zweckmäßige Tools (wie z. B. Tabellenkalkulationen) neigten dazu, eine große Anzahl von Treffern zu generieren, die eigentlich falsch waren. Diese Falschmeldungen wurden dadurch verursacht, dass wir nicht auf ausreichend umfangreiche Daten zugreifen konnten, um zwischen Unternehmen

oder Personen zu unterscheiden, die denselben Namen hatten. Dies ist ein frustrierendes Problem für Compliance-Experten und kann zu einer „Compliance-Müdigkeit“ führen, die die Effektivität der Compliance-Aktivitäten gefährdet. Es kann zugleich sehr reale Auswirkungen auf das Endergebnis eines Unternehmens haben. In unserer jüngsten Umfrage haben wir herausgefunden, dass 55 Prozent der europäischen Unternehmen gezwungen waren, potenzielle Kunden abzulehnen, weil sie die Risiken nicht einschätzen konnten.

 

Unverwechselbarkeit ist der Schlüssel bei Daten

Die Lösung besteht darin, mehrere Datenquellen miteinander zu vergleichen, um ein genaueres Verständnis davon zu erhalten, mit wem Sie es wirklich zu tun haben. So können Sie feststellen, ob diese Person tatsächlich ein Risiko darstellt. Dies ist einer der Bereiche, in denen die Daten von Dun & Bradstreet einen entscheidenden Vorsprung bieten. Das Data Universal Numbering System (Dun & Bradstreet D-U-N-S ® Nummer), das es bereits seit 1963 gibt, weist jedem Unternehmen oder jeder Einrichtung eine eindeutige Nummer zu. Heute gibt es mehr als 540 Millionen Datensätze – jeder mit einer eigenen eindeutigen Identifikationsnummer. Das bedeutet, dass alle Daten durch Verknüpfung mit der Identifikationsnummer zu diesem Datensatz konsolidiert werden können. Dies ermöglicht es auch, die aktuellen und historischen Verbindungen zwischen Unternehmen zu verfolgen. So lassen sich auch die wirtschaftlich Berechtigten genauer rückverfolgen. Durch die Kombination der von D-U-N-S zur Verfügung gestellten Unternehmensdaten mit Watchlist- und Sanktionslisten können Unternehmen einen tieferen Einblick gewinnen, mit wem sie es wirklich zu tun haben.

 

Die neue Generation von Compliance-Tools ist da

Aus der Kombination bewährter Compliance-Techniken und modernster Datentechnologie hat Dun & Bradstreet D&B Risk Analytics Compliance Intelligence entwickelt. Diese fortschrittliche Risiko-Engine nutzt die größte Quelle für Geschäftsinformationen der Welt: die Dun & Bradstreet Data Cloud. Sie gibt Compliance-Experten die Werkzeuge an die Hand, mit denen sie das Onboarding von Partnern beschleunigen, Compliance-Kosten und -Arbeitsaufwand reduzieren und eine permanente Compliance-Überwachung für Perpetual KYC implementieren können. Aber verlassen Sie sich nicht nur auf unser Wort, sondern testen Sie selbst. Registrieren Sie sich unten und sehen Sie sich die neuesten Möglichkeiten an – ganz gleich, ob Sie Ihre ersten Schritte oder Ihre nächsten Schritte in Richtung Compliance-Automatisierung machen.