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Studie: Datenqualität und -quantität in Banken

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Dun & Bradstreet hat zusammen mit dem Institut für Finanzdienstleistungen IFZ und den Partnern Finnova, msg GillardonBSM und BSI eine Studie zum Datenmanagement bei den grössten Banken im DACH-Raum durchgeführt. Das Ziel: Eine Bestandesaufnahme bezüglich der Verwaltung von Daten und der Sicherstellung der Datenqualität. Laden Sie hier die Studie kostenlos als PDF herunter.

Wer die richtigen Daten an seiner Seite hat, trifft die besseren Geschäftsentscheidungen. Das trifft auf alle Branchen, insbesondere auch auf den Finanzsektor und Banken zu. Das Management der richtigen Daten in einer hohen Qualität ist die Basis für datengetrieben Produktentwicklung, personalisiertes Marketing und vieles mehr.

 

Nils Hafner stellt die Ergebnisse der Studie vor.

 

Wie gut die grössten Banken im DACH-Raum der Aufgabe des Datenmanagements nachkommen, das wollte das Institut für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) zusammen mit BSI (Business Systems Integration AG), Finnova, msg GillardonBSM und Dun & Bradstreet herausfinden und hat daher eine Studie lanciert. Von Mai bis September 2021 wurden die grössten 70 Banken in Deutschland, Österreich und in der Schweiz befragt. Teilgenommen haben total 39 Banken.

Autoren der Studie sind Prof. Dr. Nils Hafner und Sophie Hundertmark.

Studie jetzt kostenlos als PDF herunterladen

Die Kernfragen der Studie

  • Wie ist der Stand der Dinge bezüglich der Datenquantität und –qualität bei den grössten Banken in Deutschland, Österreich und in der Schweiz?
  • Erkennen die Banken die Bewirtschaftung von Kunden-Stammdaten als strategisches Thema?
  • Was ist die Hauptmotivation, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen?
  • Gibt es eigene Teams für die Datenbewirtschaftung?
  • Was sind die grössten Herausforderungen bei der Definition und Sicherstellung einer hohen Datenquantität?
  • Berechnen Banken heute systematisch den Kundenwert der bisherigen und der zukünftigen Bankbeziehungen?

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

Für einen Grossteil der befragten Banken hat das Thema Kundendatenmanagement einen strategischen Charakter, nämlich für beinahe die Hälfte. Ein weiteres Viertel plant, es strategisch anzugehen.

Die Motivation hinter dem Datenmanagement

Das Hauptmotiv von Banken, Daten zu Geschäftspartnern zu sammeln, ist die Einhaltung rechtlicher und regulatorischer Rahmenbedingungen, gefolgt von der Planung von Sales-Aktivitäten, der Planung von Marketingkampagnen und für das Customer Experience Management.

 

Quelle: Sind Daten wirklich das neue Öl? © 2022 Hochschule Luzern Institut für Finanzdienstleistungen Zug, Seite 11

 

Das Sammeln von Daten mittels Kundenbefragungen und durch Kundenverhalten

Banken sammeln verschiedenste Arten von Kundendaten. Bei den Befragungen gaben zwei Drittel der Banken an, Daten zur Zufriedenheit mit der Beratung und der Performance zu sammeln. Beim Kundenverhalten liegen die Nutzungszahlen beim E-Banking gemessen in Anzahl Logins mit 72 % auf dem ersten Platz.

 

Quelle: Sind Daten wirklich das neue Öl? © 2022 Hochschule Luzern Institut für Finanzdienstleistungen Zug, Seite 16

 

Quelle: Sind Daten wirklich das neue Öl? © 2022 Hochschule Luzern Institut für Finanzdienstleistungen Zug, Seite 18

 

Nutzung extern zugekaufter Daten

Die befragten Banken gaben an, vergleichsweise wenig externe Daten zuzukaufen und die eigenen Stammdaten damit anzureichern. Mit rund 49 % ist das fast die Hälfte. Nur 23 % der Banken nutzen zugekaufte Daten, 5 % gaben an, das in Zukunft zu machen.

 

Quelle: Sind Daten wirklich das neue Öl? © 2022 Hochschule Luzern Institut für Finanzdienstleistungen Zug, Seite 21 

 

Systemlandschaft: Wo die Daten liegen

Der Grossteil oder 69 % der befragten Banken speichern ihre Daten in einem Kernbankensystem, gefolgt von einem CRM-System, das 56 % nutzen. Zur Bewirtschaftung der Daten führen die meisten Banken eigene Data-Management-Teams. Das trifft bei rund 64 % zu. Bei rund der Hälfte der Banken besteht es aus 3 bis 6 Mitarbeitenden.

 

Quelle: Sind Daten wirklich das neue Öl? © 2022 Hochschule Luzern Institut für Finanzdienstleistungen Zug, Seite 43

 

Die Hauptaufgaben der Data-Management-Teams

77 % der Banken haben die Wichtigkeit einer hohen Datenqualität erkannt und geben an, dass deren Sicherstellung die Hauptaufgabe der Data-Management-Teams sei. Auf den folgenden Plätzen liegen die Datenauswertung und das Thema Data Governance.

 

Quelle: Sind Daten wirklich das neue Öl? © 2022 Hochschule Luzern Institut für Finanzdienstleistungen Zug, Seite 24

 

Die Definition von Datenqualität

Die Definitionen und Messung der Qualität der Daten sind nicht immer einheitlich. Die Autoren der Studie haben deshalb bei den Banken nachgefragt, nach welchen Kriterien sie die Datenqualität messen. Auf den ersten drei Plätzen liegen die Konsistenz, die Vollständigkeit und Korrektheit der Daten.

 

Quelle: Sind Daten wirklich das neue Öl? © 2022 Hochschule Luzern Institut für Finanzdienstleistungen Zug, Seite 29

 

Die Sicherstellung der Datenqualität

Die Studie hat festgestellt, dass eine automatisierte Prüfung der Datenqualität nur bei knapp 8 % der Banken angewendet wird. Über die Hälfte gibt sogar an, Daten nur sehr unregelmässig oder gar nicht zu prüfen.

 

Quelle: Sind Daten wirklich das neue Öl? © 2022 Hochschule Luzern Institut für Finanzdienstleistungen Zug, Seite 25

 

Weitere Ergebnisse in der Studie nachlesen

Das ist nur eine Zusammenfassung einiger Resultate aus der Studie. Wenn Sie das PDF herunterladen, erhalten Sie viele weitere Insights ins Data-Management bei Banken im DACH-Raum.

  • Berechnung des Kundenwerts
  • Nutzung von Marketing-Automations-Tools
  • 360°-Sicht auf Kunden
  • Daten-Management B2C vs. B2B
  • vieles mehr

Sie erhalten ebenso ein Fazit der Studie und Handlungsempfehlungen.

 

 

Studie: Datenquantität und -qualität im DACH Banking

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Sind Daten wirklich das neue Öl?

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