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Standardsoftware oder Individualsoftware – wie landen Risikodaten von D&B im System?

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Immer mehr große und mittelständische Unternehmen entscheiden sich für eine Automatisierung ihrer Prozesse im Kreditmanagement. Die entscheidende Frage dabei: Wie bekomme ich die Risikodaten von Dun & Bradstreet am einfachsten in mein System?

Im Interview erklärt Helge Gerhard, Senior Business Consultant bei Dun & Bradstreet, worauf Entscheider bei der Auswahl der richtigen Software unbedingt achten sollten.

 

Herr Gerhard, welche Vorteile bietet eine Standardsoftware aus Ihrer Sicht?

Helge Gerhard: Ganz klar, sie ist einfach schon da. Man muss sie nicht erst noch entwickeln. Gerade im Risikoumfeld gibt es viele Anbieter, die sehr ausgereifte Lösungen im Portfolio haben, die viele Anwendungsfälle abdecken. Zu den Partnern von Dun & Bradstreet in diesem Umfeld zählen Unternehmen wie Prof. Schumann, Serrala, SHS VIVEON, SAP und die SOA PEOPLE AG. Hier weiß man, was man bekommt. Wer sich für eine Standardsoftware eines solchen Anbieters entscheidet, profitiert von den Erfahrungen anderer Nutzer und kann recht genau abschätzen, mit welchem Aufwand an Zeit und Kosten die Einführung der Lösung verbunden ist. Es gibt einen Support bei Rückfragen und eine Garantie.

 

Das klingt im ersten Moment sehr überzeugend. Wo ist hier der Haken? Was sollte man in diesem Zusammenhang unbedingt beachten?

Helge Gerhard: Wir müssen hier von Fall zu Fall differenzieren und immer auf Basis des Anwendungsfalls entscheiden. Die Prozesse im Kreditmanagement variieren von Unternehmen zu Unternehmen stark. Deshalb kann es durchaus sein, dass es Anwendungsfälle gibt, wo eine Standardsoftware nicht infrage kommt, weil sie den speziellen Use Case des Kunden nicht ausreichend gut abdeckt. Genauso kann es umgekehrt sein, dass sie für den individuellen Bedarf des Unternehmens „zu viel“ kann und aufgrund ihres breiten Funktionsumfangs zu teuer ist. Die zentrale Frage, die sich Entscheider daher immer stellen sollten, ist: Passt diese Standardsoftware zu meinen spezifischen Anforderungen im Kreditmanagement, so dass sich Effizienzpotentiale in ausreichendem Maße heben lassen?

 

Was sind die Vorteile einer Individualsoftware?

Helge Gerhard: Bei einer Individualsoftware entwickeln sie selbst eine Lösung, die genau zu ihren Prozessen im Kreditmanagement passt. Es ist eine maßgeschneiderte Lösung. IT-Mitarbeiter bauen die Software genauso auf, dass sie die Anforderungen im Risikomanagement optimal abdeckt. So lässt sich das volle Potenzial der Prozessoptimierung nutzen, wertvolles Know-How verbleibt im Unternehmen, so dass Abhängigkeiten von externen Anbietern reduziert werden. 

In der Praxis sehen wir immer wieder, dass sich vor allem Großkonzerne für eine Individualsoftware entscheiden. Sie besitzen internes IT-Know how und nutzen den engen Austausch zwischen dem Kreditmanagement und den Entwicklern zu ihrem eigenen Vorteil.

 

Wie sind Ihre Erfahrungen: Wie lange dauert die Umsetzung eines solchen Automatisierungsprojekts?

Helge Gerhard: Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Manche schaffen es innerhalb von sechs Wochen, ihr ERP über eine Individualsoftware direkt an unsere Dun & Bradstreet Data Cloud anzubinden. Andere wiederum brauchen sechs Monate. Das hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab.

Wie viele interne Ressourcen stehen zur Verfügung? Welche Erfahrungen sind inhouse mit dieser Art Projekten vorhanden? Wie viele Abteilungen sind an dem Vorgang beteiligt? In manchen Fällen sind es neben der IT die Stammdatenabteilung, die Risikoabteilung und das Reporting. Das erfordert viele Abstimmungen, was den Prozess verlangsamt.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass die Einführung einer Standardsoftware in der Regel schneller geht, da bereits weitreichende Funktionalitäten vorhanden sind.

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