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EU-Taxonomie: Mit ESG-Daten die neuen Anforderungen erfüllen

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Die Europäische Union (EU) will bis 2050 klimaneutral werden. Ein wichtiger Hebel dafür ist die EU-Taxonomie-Verordnung. Sie verlangt Unternehmen in puncto Analyse und Dokumentation zur Nachhaltigkeit ihres Geschäftsmodelles einiges ab. Worauf Sie jetzt achten sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag. 

Wie lässt sich Nachhaltigkeit messen? Die EU hat dafür ein einheitliches Klassifikationsschema entwickelt: die sogenannte EU-Taxonomie-Verordnung. Sie definiert europaweit verbindliche Regeln, die festlegen, welche Wirtschaftsaktivitäten künftig als ökologisch nachhaltig gelten – und welche nicht. „Die Taxonomie-Verordnung soll helfen, dass Anleger ihr Geld bevorzugt in umwelt- und klimafreundliche Wirtschaftsbereiche investieren“, sagt Carsten Ettmann, Senior Business Consultant Risk & Compliance bei Dun & Bradstreet. 

Sechs Umweltziele stehen im Mittelpunkt 

Deshalb gibt die EU-Taxonomie-Verordnung vor, wie Unternehmen künftig nachhaltig wirtschaften sollen. Und zwar anhand von diesen sechs Umweltzielen: 

  • Klimaschutz 
  • Anpassung an den Klimawandel 
  • Nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen 
  • Wandel zu einer Kreislaufwirtschaft
  • Vermeidung von Verschmutzung  
  • Schutz von Ökosystemen und Biodiversität 

Eine Wirtschaftstätigkeit gilt demnach als taxonomiekonform, wenn sie einen wesentlichen Beitrag zu mindestens einem dieser sechs Umweltziele leistet. Gleichzeitig darf sie keinen der anderen Bereiche schädigen und muss soziale Mindeststandards (Menschenrechte, Sklaverei, Kinderarbeit etc.) einhalten.  

Neue Berichtspflichten für Unternehmen

Doch was heißt das für die Praxis? „Für Unternehmen entstehen durch die Verordnung neue Berichtspflichten“, sagt Ettmann. Sie müssen ab sofort ihre Geschäftsaktivitäten regelmäßig auf Taxonomiekonformität prüfen und nachweisen, in welchem Umfang ihre Wirtschaftstätigkeiten nachhaltig im Sinne der Verordnung sind. „Dies betrifft zunächst nur die Punkte Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel, ab Januar 2023 müssen auch die restlichen Umweltziele eingehalten werden“, erklärt Ettmann. 

Daten zur Nachhaltigkeit sind gefragt 

Damit wird Nachhaltigkeit zu einem zentralen Kriterium des Risikomanagements. Konkret gefordert sind künftig zusätzliche Daten zu „grünen“ Umsätzen sowie Investitions- und Betriebsausgaben – allerdings erst einmal nur von einem bestimmten Unternehmenskreis: Unter die Berichtspflicht fallen Finanzmarktteilnehmer, die Finanzprodukte gemäß Art. 2 Nr. 12 der Offenlegungs-Verordnung bereitstellen oder ein Finanzprodukt als ökologisch vermarkten sowie Unternehmen, die nichtfinanziellen Berichtspflichten unterliegen. Betroffen sind also neben Versicherungen, Kreditinstituten, Wertpapierdienstleistern, Anbietern von Altersvorsorgeprodukten und Kapitalverwaltungsgesellschaften auch alle Unternehmen, die mindestens zwei der drei folgenden Größenmerkmale erfüllen: eine Bilanzsumme über 20 Millionen Euro, Nettoumsatzerlöse über 40 Millionen Euro und eine durchschnittliche Beschäftigtenzahl von über 250. „Schätzungen zufolge wächst allein in Deutschland der Kreis der zuletzt genannten berichtspflichtigen, großen Kapitalgesellschaften dadurch von etwa 500 auf 15.000 Unternehmen“, betont Ettmann. 

ESG-Kriterien zur Bewertung heranziehen 

Aber auch für alle anderen Marktteilnehmer hat das Thema eine hohe Relevanz. „Durch die Lenkung von Kapitalflüssen in nachhaltige Investitionen wird fast jeder Wirtschaftsbereich die Auswirkungen der Verordnung zu spüren bekommen“, so Ettmann. Deshalb empfiehlt der Experte sowohl verpflichteten Unternehmen, die noch am Anfang ihrer Nachhaltigkeitsmessung stehen als auch solchen, die nicht direkt betroffen sind, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen. Dabei hilft die Orientierung an den ESG-Kriterien (Environmental Social Governance, zu deutsch Umwelt, Soziales und Unternehmensführung).  

Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Gibt es Investitionen in erneuerbare Energien? Werden die Anforderungen an Arbeitsrecht, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz eingehalten? Ist das Nachhaltigkeitsmanagement auf Vorstands- und Aufsichtsratsebene verankert? 

D&B ESG Intelligence erleichtert Risikobewertung

„Wir raten dazu, erforderliche Informationen zu Geschäftspartnern zu beschaffen “, sagt Ettmann. D&B ESG Intelligence von Dun & Bradstreet liefert Analysen, die auf der Dun & Bradstreet Data Cloud und etablierten Nachhaltigkeitsstandards basieren. D&B ESG Intelligence bietet eine umfassende Abdeckung, einschließlich Unternehmensdaten kombiniert mit öffentlich zugänglichen ESG-Informationen zu über 35 Millionen privaten und öffentlichen Unternehmen weltweit. Die Daten werden aus Millionen verifizierter, vertrauenswürdiger Quellen weltweit erfasst. Sie dienen als Grundlage für granulare ESG-Rankings, die 31 spezifische ESG-Themen aus 13 ESG-Kategorien umfassen:

• Natürliche Ressourcen

• THG-Emissionen & Klima

• Umweltrisiken

• Ökologische Chancen

• Humankapital

• Produkte & Services

• Einbindung des Kunden

• Gesellschaftliches  Engagement

• Einbindung von Lieferanten

• Zertifizierungen

• Unternehmensführung (Corporate Governance)

• Unternehmensverhalten (Corporate Behaviors)

• Geschäftliche Tragfähigkeit (Business Sustainability)

Durch diese monatlich aktualisierten, fundierten Daten auf granularer Ebene können spezifische ESG-Faktoren nachverfolgt und entsprechende Berichte erstellt werden, um Lieferketten resilienter zu gestalten.

„Damit erhalten Unternehmen in Zukunft einen messbaren Einblick in das ESG-Ranking von Unternehmen und können zuverlässige Aussagen über die nichtfinanzielle Entwicklung und das damit einhergehende Risiko weltweit treffen“, erklärt Ettmann.

Erfahren Sie jetzt mehr über ESG Intelligence. 

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Durch die EU-Taxonomie-Verordnung ergeben sich für Unternehmen umfangreiche Berichts- und Nachweispflichten. Umso wichtiger ist es, zielgerichtet vorzugehen. Diese Checkliste hilft Ihnen dabei.

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